Autor Felix Strohbach rutscht neben E-Auto aus
© Roman Raetzke/Audi

Elektroauto im Winter – Drei kurze Erfahrungsberichte

Schnee, glatte Straßen und niedrige Temperaturen sind für die meisten Fortbewegungsmittel eine Herausforderung. Wie schlägt sich ein Elektroauto im Winter? Ein Fazit meiner Erfahrungen mit dem Tesla Model Y, dem Hyundai Ioniq 5 und den e-tron Modellen von Audi.

Winter bedeutet für Menschen mit Autos Scheibenkratzen vor dem Losfahren, behutsames Beschleunigen und häufiges Ziehen am Spritzwasserhebel. Die meisten dieser Dinge ändern sich auch bei einem Elektroauto im Winter nicht. Hinzukommen bei einem batterieelektrischen Fahrzeug Reichweitenverluste und oft auch eine geringere Ladeleistung. Ich konnte mit drei sehr unterschiedlichen Fahrzeugen erleben, wie es ist, mit einem Elektroauto im Winter unterwegs zu sein.

1. Mit dem Hyundai Ioniq 5 ins Skigebiet

Skibrille in orange neben dem Elektroauto Hyundai Ioniq 5
Auch auf verschneiten Straßen kommt der Ioniq 5 vorwärts. Die Fahrt ins Skigebiet war sehr komfortabel. © Felix Strohbach

Zu viert waren wir mit dem Ioniq 5 in einem österreichischen Skigebiet auf über 2.000 Metern Höhe und es hat uns weder an Reichweite noch Komfort gefehlt. Dabei war der Allradantrieb nützlich, das Platzangebot ausreichend und die Reichweite kein Thema. Scheibenkratzen mussten wir nie, weil man das Auto via App vorheizen kann. Die versprochene Ladezeit von 18 Minuten hat der Ioniq 5 bei den winterlichen Temperaturen nicht geschafft, weil er den Akku nicht vorwärmen konnte, als wir auf dem Weg zur Schnellladestation waren. Beim Tesla Model Y geht das schon, deshalb sind damit auch im Winter lange Strecken möglich.

Den ganzen Erfahrungsbericht mit dem Hyundai Ioniq 5 findet ihr inklusive Bilder in der arrive-Ausgabe 02/2022. Hier geht es direkt zum Heft.

2. Mit dem Tesla Model Y von Bremen nach Innsbruck

Tesla Model Y in blau vor zugefrorenen Bäumen
Egal ob Winter oder Sommer, das Tesla Model Y ermöglicht immer eine hohe Ladeleistung. © Felix Strohbach

Mit einem Elektroauto über 1.000 Kilometer an einem Tag zu fahren, klingt für viele selbst im Sommer ambitioniert. Mit dem Tesla Model Y und dem flächendeckenden Supercharger-Angebot, war das auch im Winter kein Problem. Dank der hohen Ladeleistung trotz Kälte, haben unsere drei Pausen nur zwischen 25 und 45 Minuten gedauert. Während der Ladepausen war Zeit für Essen, Trinken, Toilette und einen kurzen Mittagsschlaf. Für GQ Germany habe ich sogar eine Nacht bei Minusgraden im Tesla geschlafen. Wie das war, steht auf GQ.de.

3. Mit Audis e-tron Modellen auf einem zugefrorenen See

Autor Felix Strohbach rutscht am Audi e-tron GT vorbei
Auf dem zugefrorenen See war es auch zu Fuß sehr rutschig. © Roman Raetzke/Audi

Elektroautos können auch im Winter komfortabel sein. Mit einer Aufwärmfunktion für den Akku bleiben sie sogar bei Minusgraden langstreckentauglich. Doch wie verhalten sie sich auf glatter Fahrbahn? Mit den vollelektrischen e-tron Modellen von Audi konnte ich das ausgiebig testen. Auf einem abgesperrten Testgelände im Norden von Schweden habe ich den Audi e-tron GT RS (Sportwagen) und den e-tron S (SUV) auf einem zugefrorenen See an ihre Grenzen gebracht. Dabei wurde klar, welchen gravierenden Einfluss Sicherheitssysteme wie ESC und ABS haben können. Im winterlichen Alltag sollten sie deshalb immer aktiv bleiben, auf dem Audi-Testgelände in Schweden konnte ich sie ohne großes Risiko streckenweise deaktivieren. Mehr zum Fahrverhalten von Elektroautos auf Schnee und Eis steht auf GQ.de.

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