Zwei Kleinstfahrzeuge in Amsterdam
© Felix Strohbach

Schwerelose Mobilität 6/10: Weniger Platz brauchen

Wir haben ein Platzproblem. FußgängerInnen und RadfahrerInnen bekommen zu wenig und Autos zu viel Platz. Ausgleichen können wir diese Ungerechtigkeit nur durch eine Umverteilung und unsere Fahrzeuge sollten zukünftig weniger Platz brauchen.

Städte für Menschen

Wer zu Fuß oder mit dem Rad in der Stadt unterwegs ist, merkt schnell, was an unserem Mobilitätssystem verändert werden muss. Selbst wenn kein Auto in der Nähe ist, müssen FußgängerInnen an einer roten Ampel warten, um die Straße zu überqueren. In einer Stadt, die für Menschen statt für Autos gestaltet ist, wäre das genau umgekehrt.

Rote Fußgängerampel
Bitte warten. Auch wenn kein Auto kommt. © Felix Strohbach

Radwege enden plötzlich oder verlaufen zwischen den Gleisen der Straßenbahn. Wirklich sicher fühlt sich das nicht an. (Mehr dazu im Beitrag: Zwischen den Gleisen) Wir brauchen weniger Platz für Autos und mehr Platz für Menschen. Ein gutes Beispiel für eine menschenfreundlichere Stadt sind die Superblocks in Barcelona. (Mehr dazu: adfc.de)

Kleinere Fahrzeuge

Abseits der Innenstädte werden motorisierte Fahrzeuge auch in Zukunft eine wichtige Rolle in unserer Mobilität spielen. Sie sollten trotzdem deutlich weniger Platz brauchen. Fahrzeuge wie der Renault Twizy oder die elektrischen Weezl bilden die Brücke zwischen Auto und Roller, geschlossene Velomobile wären ein komfortabler Kompromiss zwischen Auto und Fahrrad. Diese acht Velomobile mit Elektromotor könnte es bald geben.

Urlaubsgepäck vor dem Twike
In das Twike passt Gepäck für einen Campingurlaub für zwei Personen. © Robert Kreipl

Fazit: Weniger Platz brauchen

Am Ende bleibt die Wahl der Fortbewegungsmittel eine sehr individuelle. Jeder und jede sollte sich deshalb abhängig von seiner oder ihrer persönlichen Situation die Frage stellen: Wie viel Platz brauche ich wirklich? Statt dem Van könnte es ein Kleinwagen werden, statt dem Kleinwagen ein Roller und statt dem Roller das Fahrrad oder die eigenen Füße. Wenn wir alle weniger Platz brauchen, haben wir am Ende alle mehr.

Ein kleines elektrisches Fahrzeug in einer normalen Parklücke
In einer gewöhnliche Parklücke haben bis zu vier Weezl Platz. © Felix Strohbach
Fahrradweg zwischen den Schienen der Straßenbahn
Im Alltag
Felix J. Strohbach

Zwischen den Gleisen

Erst die Autos und dann alle anderen. Während der Corona-Pandemie wird einmal mehr klar, für wen unsere Städte gebaut sind.

Cover für den Song Alles Elektro
Im Alltag
Felix J. Strohbach

Alles Elektro – Der Song

Im HipHop und Rap kommen häufig Autos als Statussymbole vor. Meistens dicke Karren mit vielen Auspuffrohren und einem lauten Verbrennungsmotor. Das finde ich nicht mehr zeitgemäß. Dicke Karren gibt es heute auch mit Elektromotor. Deshalb hier mein Song „Alles Elektro“ auf Spotify.

Ein elektrischer Transporter vor einer blauen Wand
Im Alltag
Felix J. Strohbach

Ein elektrischer Transporter für die Stadt

Wenn das Lastenfahrrad an seine Grenzen kommt, ist ein elektrischer Transporter die sinnvollste Alternative. Der Cenntro Metro hat die Maße eines Kleinwagens und das Transportvolumen eines Vans.

Das Solarauto Sion in der Seitenansicht im Studio
Am Wochenende
Felix J. Strohbach

Sono Motors: Solarauto zum Teilen

Er hat keinen glänzenden Lack und auch keine schnittige Karosserie. Die Qualitäten des Solarautos Sion schimmern dunkelblau und liegen unter einer matten Kunststoffschicht. Außerdem lässt er sich via App mit anderen Menschen teilen oder dient als mobile Stromquelle.

Junge Frau mit dem Fahrrad-Airbag um den Hals
Im Alltag
Ruth de Carné

Airbag statt Helm: Der Hövding 3

Alltagstest: Mit dem Hövding sitzt die Frisur und der Fahrrad-Airbag ist sogar sicherer als ein normaler Helm.